Endzeit – oder das Ende der Zeit?

(einige Gedanken zur Coronakrise und der Zeit danach)

Autor: Hartmut Löw, Geschäftsführer MCC

  • „The Last Man on Earth“ (1964) von Ubaldo Ragona, Sidney Salkow mit Vincent Price
  • „Der Omega-Mann“ (1971) von Boris Sagal mit Charlton Heston
  • „Outbreak – Lautlose Killer“ (1985) von Wolfg. Petersen mit Dustin Hoffman, Morgan Freeman
  • „The Stand“ (1994) von Stephen King mit Gary Alan Sinise
  • „12 Monkeys“ (1995) von Terry Gilliam mit Bruce Willis, Brad Pitt, Madeleine Stowe
  • „I am Legend“ (2007) von Francis Lawrence mit Will Smith
  • „Contagion“ (2011) von Steven Soderbergh mit Matt Damon, Kate Winslet
  • „World War Z“ (2013) von Marc Foster mit Brad Pitt

Kommen Ihnen diese Filmtitel bekannt vor? Der eine oder andere mit Sicherheit! Und, warum sind Sie dann jetzt von der Corona-Krise so überrascht?

Klar, weil es wie die „Aliens vom Mars“ niemand für möglich gehalten hatte. Und doch ist es passiert.

Eigentlich sollte man sich fragen, warum es nicht schon vorher passierte.

Die Corona Virus Pandemie war erstmals im Dezember 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan aufgefallen, entwickelte sich in China im Januar 2020 zur Epidemie und breitete sich dann weltweit aus. Auslöser war das bis dahin unbekannte Coronavirus SARS-CoV-2 – wird auch als neuartiges Coronavirus bezeichnet. Die aktuelle Situation setzen wir als bekannt voraus.

Seit mehr als 50 Jahren warnen uns Kinofilme, die wir dem sog. Science-Fiction Genre zuordnen, ziemlich spektakulär vor den Gefahren großer Pandemien.

Einer der bekanntesten „Outbreak – Lautlose Killer“ (1985) von Wolfgang Petersen mit Dustin Hoffman und Morgan Freeman beschrieben schon fast 35 Jahre vor der jetzigen Corona-Pandemie in eindrucksvoller Weise ein mögliches Szenario – nicht so weit weg von unserem heutigen.

Also hätten wir es wissen können? Klares NEIN!

Hätten wir damit rechnen müssen? Klares JA!

Ein solches Szenario – wie das heutige – war in unseren Gedanken fast unmöglich. Aber so ist es eben nicht. Es war nur unwahrscheinlich.

Was hätten wir tun können?

Anders ist der Klimawandel. Hier driften wir zwar langfristig aber dafür mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit in eine weitere weltweite Katastrophe. Immer noch gibt es Ewig-Gestrige, die dieses Phänomen negieren oder sogar für ad absurdum erklären.

Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand?

Diese rhetorisch anmutende Frage trifft natürlich auch auf die Coronasituation zu. Zumindest hätten die nahezu identischen Szenarien in den o.g. Filmen zu einer Sinnesverschärfung beitragen können, oder aber zu einer anderen Einschätzung der Gefahrenlage. Doch welcher Politiker und welche Politikerin geht hier einen wahrhaftig prospektiven Weg und lässt sich von teilweise evangelistischen Szenarien beeinflussen? Doch es geht auch noch viel konkreter.

So viel wie möglich oder nur so viel wie nötig?

„Im November 2002 kam es – vorerst unbemerkt von der Weltöffentlichkeit in einer südchinesischen Provinz zum gehäuften Auftreten von atypischen Pneumonien unklarer Genese mit oftmals tödlichem Verlauf. Eine bis dahin unbekannte Infektionskrankheit breitete sich zunächst über Südchina nach Vietnam und Hongkong aus. Sie wurde im Februar 2003 von der Weltöffentlichkeit wahrgenommen und seitdem als Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS) bezeichnet. […] Während der Epidemie von November 2002 bis Juli 2003 erkrankten mehr als 8.000 Personen in rund 30 Ländern auf 6 Kontinenten; 744 der Erkrankten starben. […]

Ein von der WHO zusammengestelltes internationales Netzwerk von Klinikern und Virologen untersuchte die Ursachen der Erkrankung. Am 16.4.2003 gab die WHO bekannt, dass es sich bei dem Erreger von SARS um ein neues Virus aus der Familie der Coronaviren handelt. […] Bisher ist keine spezifische Therapie bekannt und eine sichere Schutzimpfung gibt es ebenfalls nicht.

[…] Seit 2004 sind keine weiteren SARS Fälle weltweit berichtet worden. Es wird davon ausgegangen, dass der Erreger eradiziert wurde. Seit einigen Jahren ist jedoch ein anderes Coronavirus, das sog. MERS-Coronavirus, international für Krankheitsausbrüche verantwortlich.“ (www.nlga.niedersachsen.de)

Ein Schalk, wer Böses dabei denkt? Aber liegt es nicht fast auf der Hand, dass, wenn wir – 17 Jahre vor dem Ausbruch der heutigen Corona Virus Pandemie – die damalige Virenforschung beibehalten oder gar intensiviert hätten, die heutige Pandemie besser und schneller beherrschbar gewesen wäre – mit weitaus weniger Toten und weitaus geringeren Folgen für die Weltwirtschaft. Mit Sicherheit!

Die Todeszahlen

Beklagten wir in 1970 noch über 21.000 Verkehrstote, so waren es 1980 noch über 15.000, im Jahr 2000 dann etwa 7.500 und heute sind es etwa 3.000. Natürlich ist die Zahl immer noch zu hoch und jeder Verkehrstote ist einer/eine zu viel. Doch wer geht denn zu unserem Verkehrsminister Andreas Scheuer hin und verlangt ob dieser Vielzahl der Toten eine Abschaffung des Straßenverkehrs? Mit Verlaub, diese Person würde eingewiesen.

Ich weiß, dass ein Vergleich mit der Coronakrise hinkt, jedoch müssen wir uns langfristig Gedanken machen, mit wieviel Coronaopfern im Jahr wir leben möchten/müssen! So oder so, selbst wenn diese Krankheit in naher Zeit durch neue Medikamente behandelbar sein wird oder, wie prognostiziert, im nächsten Jahr ein Impfstoff bereitstände, wird die Anzahl der Coronaopfer nicht null sein. Also ist die Frage natürlich zulässig, mit wie vielen Corona-Toten und mit wie vielen Verkehrstoten wir leben wollen.

„Das höchste Risiko für schwere Verläufe und Todesfälle haben ältere Menschen. Die Zahl der Todesfälle kann bei einzelnen Grippewellen stark schwanken, von mehreren hundert bis über 20.000 (RKI)“. Die außergewöhnlich starke Grippewelle im Winter 2017/18 raffte in Deutschland allein über 25.000 Menschen dahin. Großartig gemeldet wurde dies von den Behörden nicht. Auch die Presse nahm davon kaum Notiz. Und ich befürchte auch, dass viele von uns über das Ausmaß dieser Grippewelle nicht informiert waren. Was heißt das jetzt für Corona? Grundsätzlich ist jeder Tote einer zu viel, egal ob sich um Opfer von Corona, Influenza oder dem Straßenverkehr handelt.

Das nächste Virus kommt bestimmt!

Von Januar 1918 bis Dezember 1920 wütete die sog. „Spanische Grippe“ und führte weltweit zu 25 bis 50 Millionen Todesopfern (bei einer damaligen Weltbevölkerung von etwa 1,65 Milliarden Menschen). In den einschlägigen Geschichtsbüchern nehmen der erste Weltkrieg und dessen Folgen weit mehr Raum ein als die spanische Grippe. Warum?

Eine einfache Antwort: für Kriege ist der Mensch selbst verantwortlich und kann direkten Einfluss auf Sein oder Nichtsein ausüben. Mit den Grippeviren sieht es da schon etwas anders aus. Die kommen und gehen…und kommen.

Unsere Weltbevölkerung hat sich in den letzten 100 Jahren bei nunmehr fast 8 Milliarden Menschen mehr als verfünffacht. Insbesondere in asiatischen Ländern wie explizit China, Indien und Indonesien aber auch in Afrika schießen die Neugeburtenzahlen stetig und wieder schneller in die Höhe.

Gerade diese Regionen haben auch noch mit sehr hohen Hygienerisiken zu kämpfen. Vielfach leben Nutztiere und Menschen auf engstem Raum unter einem Dach. Eine geniale Brutstätte und fantastische Vermehrungsmöglichkeiten für Viren und Bakterien aller Art. Die menschliche Überbevölkerung erleichtert die Übertragung von Mensch zu Mensch ungemein.

Ist Klopapier wirklich so wichtig?

Nun, dieser Witz hat jetzt schon einen Bart. Stellen Sie sich einmal vor, dass Klopapier käme aus der Leitung und die Klopapierfabrik würde unendlich produzieren können. Probleme: KEINE.

Die „Ware aus der Leitung“ war aber auch ein Trugschluss unserer Industrie. Ein perfektes weltweites Just-in-Time-Modell gibt es nicht. Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Die Coronakrise zeigt uns jetzt, wie hochgradig anfällig unsere Welt für Störungen ist.

Mit einer moderaten Lagerhaltung hätten unsere Schlüsseltechnologien wie bspw. die Automobilindustrie ihre Produktion immer noch am Laufen. Aber, das würde bekanntlich etwas teurer werden. Na und…!

Tun wir jetzt die richtigen Dinge und tun wir diese Dinge auch richtig?!

Deutschland und die Welt hat es erwischt! Auch wenn einige „Cowboys“ meinten (oder immer noch meinen), wir hätten es nur mit einem kräftigen Schnupfen zu tun, führen Sie doch jetzt schon nach wenigen Tagen die Charts der Infizierten von Johns Hopkins University an. Die „Gauchos“ reiten übrigens in dieselbe Richtung.

Die Situation wird immer schlimmer und Schadenfreude ist jetzt keinesfalls angebracht. Das Corona Virus ist in seiner Aggressivität, Robustheit und Letalität mit normalen Influenzaviren nicht vergleichbar.

Das Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ lässt sich leider nicht einfach über die Gesamtbevölkerung stülpen. Da ist dem einen oder anderen die persönliche Freiheit wichtiger, in Fußballstadien die eigene Mannschaft anzufeuern und nachher dem gegnerischen Fan „eins auf die Nase“ zu geben. Dem anderen wiederum geht die Überwachung oder die Einschränkung des täglichen Lebens viel zu weit. Der dritte fordert wesentlich radikale Maßnahmen.

Was unsere Politiker in dieser Krisensituation auch tun und was für Anordnungen sie treffen – sie haben immer „die Arschkarte gezogen“.

Dabei müssen wir ihnen dringend zu Gute halten, dass wir mit dieser Situation in der Neuzeit nahezu nie konfrontiert wurden. Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, sind immer prospektiv gerichtet und beruhen bedauerlicherweise auf meist nicht eindeutig übertragbaren Vergangenheitswerten.

Magier, Zauberer und Propheten gab es in ferner Vergangenheit, jedoch nicht heute in Berlin.

Den deutschen Föderalismus in allen Ehren, aber in Krisenzeiten wollen die Menschen nachvollziehbare und einheitliche Entscheidungen. Da scheint es völlig sinnfrei, wenn in Bayern Familien mit fünf Personen zusammen spazieren dürfen und in Baden-Württemberg nur welche mit drei. Ebenfalls versteht kein Mensch den Flickenteppich bei Entscheidungen im Kultusbereich – Abiturienten, ihr seid nicht die einzigen Opfer!

Die Menschen wollen jetzt konkrete Ansagen, an die sich alle halten müssen.

Meine Meinung ist: „Momentan tun die da oben ziemlich viel richtig!“ Natürlich ist jede Entscheidung im Moment suboptimal, weil sie nicht unbedingt immer den Geschmack sämtlicher Bürger trifft.

Allen Unkenrufen zum Trotz sollte unser Respekt und unser Dank momentan den Frauen und Männern gelten, die an vorderster Front dem Virus Paroli bieten. Ärzte und Pflegekräfte sind da als erstes zu nennen.

Ziel ist es doch im Moment, mit all unseren Maßnahmen das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und jedem, den es erwischt, die beste Behandlung zu garantieren. Wenn sich alle nahezu gleichzeitig infizieren, würde unser Gesundheitssystem unter dem Druck zusammenbrechen und wirklich viele Menschen würden sterben – völlig unnötig.

Insofern ist derzeit ein Rückgang der Infektionsrate und damit eine einher gehende Reduzierung der schlimmen Fälle von höchster Priorität. Uns ist allen bewusst, dass die Zeit des Herunterfahrens aller persönlichen Kontakte sowie der Shutdown des Wirtschaftslebens nicht allzu lange aufrechterhalten werden kann.

Mit der adäquaten Disziplin werden wir es aber schaffen, auf die Anzahl der Infizierten so einzuwirken, dass unser Gesundheitssystem nicht an seine Grenzen stößt.

Vielen Wissenschaftlern zufolge werden wir alsbald Medikamente einsetzen können, die den Krankheitsverlauf durch Covid19 weitaus weniger prekär machen und vielen Menschen das Überleben sichern. Etwas länger wird es wohl mit einem Impfstoff dauern. Aber auch die Zeit ist absehbar.

Wenn es wieder los geht, sollten wir dabei sein. Und wir sollten jetzt schon Überlegungen treffen wie, was und wieviel.

Gehen wir jetzt für unsere älteren Nachbarn einkaufen, sprechen wir mit Ihnen (auch telefonisch), damit sie keinen „Lagerkoller“ bekommen und nicht vereinsamen. Helfen wir dem Einzelhandel, indem, wir jeden Ladenbesitzer ermutigen, das Internet als Absatzkanal zu nutzen und Lieferservice aufzubauen. Kaufen wir den Geschäften, wo wir gerne einkaufen doch jetzt Gutscheine ab, die wir bspw. erst in einem Jahr einlösen werden. Viele kleine Dinge können helfen.

Endzeit ist jedenfalls nicht angesagt.

Was tut MCC?

MCC hat ab Mitte März sämtliche Kongresse bis zum 31. Juli 2020 auf das zweite Halbjahr 2020 verschoben. Selbstverständlich werden wir bei den neuen Terminen neue Themen hinzunehmen und das jeweilige Kongresskonzept aktualisieren.

Damit wir im zweiten Halbjahr nicht in einer Kongressflut ertrinken, haben wir vorsichtshalber einige Veranstaltungen auf das erste Quartal 2021 verschoben.

Für viele unserer Kunden ist MCC ein wichtiger „Enabler“ und „Katalysator“ von hochkarätigen Businesskontakten und von zukünftigen Geschäften.

Der persönliche Kontakt im Wirtschaftsleben wird auch in naher Zukunft nicht durch elektronische Hilfsmittel ersetzbar sein.

Deshalb halten wir auch weiter an unserer Geschäftsidee „kommunikative Präsenzkongresse“ fest und werden diese nicht durch virtuelle Kanäle ersetzen.

Selbstverständlich ist auch dies eine gute Nachricht für alle unsere Zulieferer, Druckereien, Lettershops, Hotels, Messebauer etc.

Selbstverständlich wird MCC auch weiterhin der derzeitigen Situation Rechnung tragen. Bis ein entsprechender Impfstoff gegen Corona entwickelt und zur Anwendung bereit ist, werden wir strikt auf das Händeschütteln verzichten, uns aber mit einem Lächeln vor Ihnen verbeugen.

Ebenfalls werden die heute gebotenen Abstandsregelungen vorerst beibehalten.

Für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer bieten wir weiterhin wirksame Viruzid-Desinfektionslösungen für die Handreinigung an.

Bei unseren Veranstaltungshotels überprüfen wir im Vorhinein, ob alle geltenden Standards und Hygienevorschriften vom jeweiligen Hotel eingehalten werden.

Natürlich werden wir das alle nur gemeinsam schaffen!

Eines ist richtig: Nur mit unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern, unseren Referenten und Kooperationspartnern/Sponsoren werden wir uns aus der wirtschaftlichen Geißel dieses Virus befreien.

Und das gilt auch vice verca. Nur mit MCC kommen wir auch wieder und schneller aus der wirtschaftlichen Talsohle heraus.

Es wird also eine Zeit danach geben. Wie wir diese ausgestalten und vor allen Dingen, wie wir dahin kommen, hängt allein von uns ab.

Einiges muss sich ändern!

Die Endzeit ist längst noch nicht da – aber das Ende der Zeit?

Das Ende der Zeit ist da,

  • …in der wir keine kontinuierliche und massive Virenforschung betreiben.
  • …in der wir glauben, dass Solidarität nur eine Erfindung der Linken ist.
  • …in der unsere Gedanken und Werte nur von quantitativem Wachstum getrieben werden.
  • …in der wir glauben, uns ständen auf unserer Welt unbegrenzt Ressourcen zur Verfügung.
  • …in der man nicht mehr über eine globale optimale Allokation der Ressourcen nachdenkt.
  • …in der unsere Nation an den Regeln eines föderalistischen Flickenteppichs erstickt
  • …in der immer mehr Menschen und diese unter katastrophalen hygienischen Bedingungen auf unserer Erde leben.
  • …in der wir nicht massiv in unsere Zukunft investieren.
  • …in der wir innovativen Gedanken kein Gehör schenken und so weitermachen wie bisher.

 

Anmerkung des Autors:

Zitate, Teile oder willkürlich extrahierte Passagen des Gesamttextes können zu Fehl- oder Missinterpretationen führen und stellen nicht die Gesamtmeinung des Autors dar oder können diese sogar verfälschen.

12 Kommentare
  1. R.Buschbell says:

    Ein sehr guter und zutreffender Artikel! Vor allem dies ist zutreffend und die absolut richtige Entscheidung:
    „Der persönliche Kontakt im Wirtschaftsleben wird auch in naher Zukunft nicht durch elektronische Hilfsmittel ersetzbar sein.
    Deshalb halten wir auch weiter an unserer Geschäftsidee „kommunikative Präsenzkongresse“ fest und werden diese nicht durch virtuelle Kanäle ersetzen.“
    Gemeinsam werden wir es schaffen und wieder persönlich zusammenkommen
    Bleibt gesund
    Roman Buschbell

    Antworten
  2. Axel Knautz says:

    Sehr richtig Herr Löw

    Auch wenn es jetzt keine Aufträge zum drucken gibt wir stehen zu unserem guten Kunden und werden zusammen mit ihnen soviel Gas geben wie gefordert wird.

    Bleiben Sie und ihr Team gesund
    Druckleister GmbH Axel Knautz

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  3. Andreas Schwarz says:

    Lieber Hartmut Löw,

    ich freue mich auf viele weitere persönliche Kongresse mit dem MCC. Der Weg der Persönlichkeit ist durch nichts zu ersetzen. Genau die richtige Einstellung und ich bin mir sicher, wir sehen uns wieder in Köln, Düsseldorf und sonst wo…..

    Antworten
  4. Mark Johanni says:

    Hallo Herr Löw,
    eine schwierige Zeit für alle. Ich hoffe, dass die Welt aus den Fehlern lernen wird, befürchte jedoch, dass das nicht passieren wird. Der Mensch vergisst schnell. NOVUM-RGI wird sich selbstverständlich weiterhin an den MCC-Veranstaltungen inhaltlich beteiligen und wir freuen uns, wenn wir uns ab dem Herbst hoffentlich alle gesund wieder sehen.

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  5. Benedikt Hintze says:

    Vermutlich grenzte das Krisenszenario immer eher an Unmöglichkeit als an Wahrscheinlichkeit. Aber: Vorboten für die Krise gab es. Damit ist nicht Science-Fiction um Zombies gemeint, sondern etwa SARS I, MERS, Ebola und Zika. Noch 2007 und 2008 erschien Pandemie in den Top-5-Risiken nach Wirkungskraft – im Global Risks Report vom WEF World Economic Forum. Und im speziellen Whitepaper des WEF vom Januar 2019 steht: “… the world remains ill-prepared to detect and respond to outbreaks and is not prepared to respond to a significant pandemic threat.” Nebenbei wurde der rein wirtschaftliche Schaden mal eben auf eine Stufe mit den Kosten des Klimawandels gestellt. Ein verborgenes systemisches Risiko also und nicht das letzte seiner Art …

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  6. Nicola Virzi says:

    Lieber Hardy,

    vielen Dank für diesen beeindruckenden Beitrag, der es aus meiner Sicht auf den Punkt bringt!
    Ja, wir sind nicht in der Endzeit, aber die Zeit für viele Dinge, die wir für selbstverständlich erachten sollte und wird hoffentlich auch zu Ende sein.

    Nochmals vielen Dank für diesen Beitrag, alles Gute und bleib gesund!
    Bis bald,
    Nicola

    Antworten
  7. Birgit Kaufmann says:

    Lieber Hardy,
    vielen Dank für deinen so zutreffenden Beitrag.
    Krisen beinhalten viele Risiken – doch auch Chancen zu Veränderung.
    Achtsamkeit für seine Mitmenschen, Menschlichkeit, die Besinnung auf die wahren Werte im Leben – die jeder einzelne für sich selbst definiert, Achtsamkeit mit der Umwelt – all dies wird hoffentlich unser zukünftiges Denken mitbestimmen.
    Entscheidungen schnell zu treffen – ist besser als keine Entscheidung zu treffen.
    In Freiheit zu Leben bekommt eine ganz neue Bedeutung – für wieviele Menschen auf diesem Planeten ist die Einschränkung persönlicher Freiheit ein Teil des Alltags.
    Wir können uns auch glücklich schätzen in einem Land zu leben, das ein gutes Gesundheits- und Sozialsystem besitzt, einen fähigen Rechtsstaat, in dem alle Parteien das gemeinsame Boot für die gemeinsame Sache rudern.
    Mit diesen Gedanken hoffe ich, dass wir Alle Verantwortung übernehmen, die Chance zu Veränderung nutzen, und Schätzen lernen, was wir haben.
    Liebe Grüße
    Birgit

    Antworten
  8. Hans says:

    Hallo Herr Löw,
    sehr gut erfasst. Leider ist es so, dass ein solches Szenario für Humanitäre Helfer nichts Unbekanntes ist. Wir haben dieses mehrfach in großen Flüchtlingslagern erlebt, insbesondere auch durch die Ebola Krise vor ein paar Jahren. Wir sind auf spezielle Outbreaks (Cholera; Masern etc.) entsprechend vorbereitet, immer im Austausch mit der WHO. Auch gibt es dort kein Konkurrenzdenken. Das Vorhalten von Material/Medikamente etc. Organisations- und Länderübergreifend gehört dazu. Unbegreiflich ist es, dass trotz Pandemieplan des RKI von vor Jahren schon, man hier als Regierung (egal wer auch immer) versagt hat. Das Problem sind die Theoretiker, die NICHT in der Lage sind, Realitäten richtig einzuschätzen und entsprechend konsequent vorzugehen. Dann gibt man lieber die Geldpille, (was selektiert auch richtig ist) aber den Grund des Mangels überspielt man.
    Plötzlich sind viele Systemrelevant (für den Moment), die man sonst nur nebenbei erlebt und kaum wahrnimmt. Ich fürchte es wird auch jetzt wieder so sein, sobald die Zahlen stabil sind und die Wirtschaft wieder brummt.
    Jeder Lobby Verband kämpft für sich und gibt sich als unverzichtbar aus.
    Am Ende muss die „Sonne“ halt mal untergehen, damit ein neuer Tage beginnen kann.
    In diesem Sinne
    VG

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  9. Gabriela Wischeropp says:

    Ich habe den Eindruck, hier schreibt jemand, der sehr einseitig schaut. Der Blick wird nur auf Virenszenarien geworfen, aber nicht auf Gesamtzusammenhänge. Das Ausmaß an Kolleteralschäden und indirekten Opfern sowie Toten aus der Corana-Krise nicht beachtet. Menschen, die nicht operiert werden oder nicht adäquat gesundheitlich behandelt werden können, weil die Kapazitäten frei gehalten werden. Schwerkranke Erwachsene wie Kinder nicht entsprechend versorgt werden können. Menschen, die Opfer von zunehmender häuslicher Gewalt werden. Menschen, die existenziell in solchen Notlagen geraten, dass sie keinen anderen Ausweg sehen als sich das Leben zu nehmen. Menschen, die durch Depression, Isolation oder Vereinsamung krank werden oder/und sterben. Menschen ins Slums oder Flüchtlingslagern, die auf sich selbst gestellt sind. Menschen … Wir Menschen müssen von der Überheblichkeit weg, dass wir die Natur beherrschen können. Es gab und es wird immer schreckliche Epidemien und Naturkatastrophen geben, die Opfer fordern. Das ist nennt sich Evolution. Selbstverständlich möchte niemand dazu gehören. Und als soziale Wesen möchten wir auch andere davor schützen. Wir haben als Menschen gewisse Fähigkeiten erlangt, Bedrohungen zu begegnen und aus Krisen zu Chancen zu machen. Das ist wunderbar. Treten wir jedoch einen Schritt zurück und reagieren weniger hysterisch, so sind wir nicht „Krone der Schöpfung“, sondern „Teil der Schöpfung“. Und es gilt, immer die Zusammenhänge im Blick zu haben und auf Verhältnismäßigkeit zu achten. Das fehlt mir hier gänzlich.

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  10. Simon Dufour says:

    Lieber Hardy, danke für Deinen inspirierenden Beitrag. Wenn es etwas gibt, was ich die letzten Wochen gelernt habe, das ist der Wert von persönlichen Interaktionen und die wirst Du und dein Team wieder bieten.
    Bis dahin: Dir und MCC alles Gute !

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